Versicherungstexte sind nicht deshalb schwer verständlich, weil sie komplizierte Dinge sagen, sondern weil sie das in ihrer eigenen Sprache tun. Diese Seite übersetzt diese Sprache: die 30 Schlüsselbegriffe der Gruppen-Lebens-, Unfall- und Gesundheits-Summenversicherung, jeweils in einem verständlichen Satz – und, wo vorhanden, mit einem Link zur ausführlicheren Erklärung.
Kurz gefasst: 30 Begriffe von A bis Z, je ein Satz. Wenn Sie sich gerade erst mit dem Thema vertraut machen, beginnen Sie besser mit
Grundbegriffe in Minuten – dort werden die 15 wichtigsten Ausdrücke zu einer Geschichte verwoben. Diese Seite dient dazu, beim Lesen schnell ein einzelnes Wort nachzuschlagen.
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Halten Sie sie in einem Tab geöffnet, wenn Sie ein Angebot oder Versicherungsbedingungen lesen – zum Lesen der Bedingungen gibt es außerdem unseren eigenen Crashkurs. Die Definitionen vereinfachen bewusst: Der genaue Inhalt wird immer durch die Bedingungen des jeweiligen Versicherers bestimmt.
Die Begriffe von A bis Z
- Arbeitsunfähigkeit
- Ein ärztlich bescheinigter Zustand, krankheits- oder unfallbedingt nicht arbeitsfähig zu sein; die Deckung zahlt dafür in der Regel eine feste Tagesleistung.
- Ausschluss
- Eine Situation oder Ursache, für die der Versicherer nicht leistet – das wichtigste Kapitel der Bedingungen, hier verständlich erklärt.
- Begünstigte(r)
- Die Person, der die Leistung zusteht; bei der Todesfallleistung die von der versicherten Person benannte Person – Details im Artikel zu Begünstigten-Fragen.
- Bestandsverwaltung
- Die Pflege des Versichertenkreises über die Vertragslaufzeit: Erfassung von Ein- und Austritten und Datenänderungen, in der Regel mit monatlichen oder vierteljährlichen Listen.
- Deckung
- Der Schutz für ein bestimmtes Risiko (zum Beispiel Unfalltod, Operation) zusammen mit der dazugehörigen Versicherungssumme.
- Erklärung der versicherten Person
- Die Erklärung der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters zum Beitritt zur Versicherung; sie geht direkt an den Versicherer – der Arbeitgeber erfährt daraus keine Gesundheitsdaten.
- Gruppenversicherung
- Ein Vertrag, mit dem das Unternehmen für seine Belegschaft Lebens-, Unfall- und Gesundheits-Summenversicherungsschutz abschließt – die Grundlagen dazu: was ist eine Gruppenversicherung.
- Indexierung
- Die jährliche Wertanpassung der Summen und der Prämie zum Jahrestag, damit die Deckung mit steigenden Preisen nicht an Wert verliert.
- Jahrestag
- Der jährliche Stichtag des Vertrags: Zu diesem Zeitpunkt stehen die Jahrestagsprüfung, die Indexierung und die Stufenanpassung an.
- Klausel
- Eine von den allgemeinen Bedingungen abweichende, individuell vereinbarte Regel im Vertrag – zum Beispiel eine Ergänzung zu einer Berufsgruppe oder einer Sportaktivität.
- Knochenbruch-Leistung
- Ein fester Betrag bei einem Knochenbruch – in der Praxis eine der am häufigsten ausgezahlten Leistungen.
- Krankenhaustagegeld
- Ein fester Betrag für jeden Tag im Krankenhaus, ab dem in den Bedingungen festgelegten Tag und für die dort festgelegte Dauer.
- Kritische Krankheit
- Eine größere, einmalige Leistung für die in den Bedingungen aufgeführten schweren Diagnosen.
- Leistungsfall (Schadenmeldung)
- Die Meldung eines Versicherungsfalls – immer durch die anspruchsberechtigte Person, über den eigenen Kanal des Versicherers; das ist der schnellste Weg.
- Listenbasierte Datenmeldung
- Die tabellarische Übergabe der Bestandsdaten an den Versicherer; für ein Angebot genügt eine anonymisierte Struktur nach Anzahl, Alter und Berufsgruppe.
- Nachfrist
- Der Zeitraum nach Fälligkeit der Prämie, in dem der Schutz trotz des Verzugs in der Regel noch besteht – die genaue Dauer legen die Bedingungen fest.
- Operationsleistung
- Ein fester Betrag, wenn bei der versicherten Person eine Operation durchgeführt wird – in der Regel gestaffelt nach der Schwerekategorie der Operation.
- Prämie
- Das vom Versicherungsnehmer (dem Unternehmen) für die Deckung gezahlte Entgelt; ihre Höhe ergibt sich bei der Angebotsanfrage, zugeschnitten auf die Daten des Teams.
- Risikoprüfung
- Die Risikobewertung des Versicherers; bei einem Gruppenvertrag entfällt die individuelle Prüfung in der Regel bis zu einer festgelegten Summengrenze.
- Schadenquote
- Das Verhältnis von ausgezahlten Leistungen zu eingezahlten Prämien – eine der Hintergrundzahlen bei Prämienanpassungen zum Jahrestag.
- Stufen
- Unterschiedlich große Deckungspakete innerhalb eines Vertrags (zum Beispiel Mitarbeiter- und Führungskräftestufe) – ihre Planung behandelt ein eigener Artikel.
- Summenversicherung
- Eine Versicherung, die einen im Voraus festgelegten, frei verwendbaren Betrag auszahlt – sie gibt Geld, organisiert aber keine Versorgung; über den Unterschied zwischen den beiden Welten lesen Sie hier.
- Todesfallleistung
- Der feste Betrag, der der begünstigten Person beim Tod der versicherten Person ausgezahlt wird – Hilfe im schlimmsten Moment.
- Unfalltod
- Die feste Leistung bei einem Tod infolge eines Unfalls, in der Regel zusätzlich zur allgemeinen Todesfallleistung – Details im Artikel zur Unfalltod-Deckung.
- Unfallinvalidität (bleibender Gesundheitsschaden)
- Die Leistung für einen bleibenden Schaden nach einem Unfall, anteilig zum Grad der Schädigung.
- Versicherte Person
- Die Person – hier: die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter –, auf deren Leben und Gesundheit sich die Deckung bezieht; mehr zu den Rollen: wer ist wer im Vertrag.
- Versicherungsfall
- Das im Vertrag genau festgelegte Ereignis (zum Beispiel Knochenbruch, Operation, Todesfall), bei dessen Eintritt der Versicherer leistet.
- Versicherungsnehmer
- Die Partei, die den Versicherungsvertrag abschließt und die Prämie zahlt – bei der Gruppenversicherung das Unternehmen.
- Versicherungssumme
- Der feste Betrag, den der Versicherer beim Eintritt des jeweiligen Ereignisses auszahlt – die Basiszahl der Gruppen-Summenversicherung.
- Wartezeit
- Der Zeitraum nach Beginn der Deckung, in dem für einzelne Leistungen noch keine Auszahlung erfolgt – ab wann gilt der Schutz wirklich?
Wenn ein Wort dennoch fehlt
Fehlt ein Ausdruck, oder erscheint eine Definition in Ihrem eigenen Angebot anders, fragen Sie ruhig nach – die häufigsten Fragen haben wir auf der FAQ-Seite gesammelt, praktische Hilfsmittel (Kontaktdaten, Vorlagen) finden Sie auf der Ressourcen-Seite. Für englischsprachig arbeitende HR-Teams gibt es außerdem das zweisprachige Kleinwörterbuch.
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Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information; er ist kein Angebot und keine Versicherungs-, Rechts- oder Steuerberatung. Maßgeblich sind stets die jeweils gültigen Versicherungsbedingungen der Versicherer; die genaue steuerliche Behandlung sollten Sie mit Ihrem Buchhalter klären.
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