In Onboarding-Mappen fehlt die Versicherung entweder ganz, oder sie schlummert als Anhang in Juristendeutsch. Dabei reicht ein Absatz, damit der neue Kollege weiß: Hier wird auf ihn geachtet – und er weiß auch, wo er Details findet, falls er sie einmal braucht.
So sieht ein Absatz aus, der niemanden abschreckt und trotzdem alles sagt, was am ersten Tag wichtig ist:
Die Vorlage duzt – passt die Unternehmenskultur eher zum Siezen, lässt sie sich mit wenigen Wortänderungen umschreiben, ohne dass ihr Kern verloren geht.
Es lohnt sich, ihn an drei Stellen zu platzieren. Im schriftlichen Paket steht der obige Absatz am besten neben dem Arbeitsvertrag und den internen Richtlinien. Im Gespräch der ersten Woche sollte die Führungskraft oder der zugeteilte Buddy ihn mit einem Satz bekräftigen – mündlich klingt er am glaubwürdigsten. Und beim 30-Tage-Check-in fragen Sie nach: Sind noch Fragen offen geblieben? Im Hintergrund läuft währenddessen ein administrativer Schritt: Der neue Kollege wird auf die Liste der versicherten Personen aufgenommen – wie das abläuft, beschreiben wir im Artikel über Ein- und Austritte. Den Aufbau der gesamten Ankündigungskampagne finden Sie im Artikel So kündigen Sie es dem Team an.
Die Teile in eckigen Klammern müssen zwingend ersetzt werden: Startdatum, Kontaktdaten, der Name der zuständigen Person. Passen Sie die aufgeführten Ereignisse an das tatsächliche Paket an – nur das sollte stehen, was der Vertrag wirklich enthält, denn aus dem Einstiegstext wird die Erwartung. Formulieren Sie kein Auszahlungsversprechen: Die Bedingungen legen die jeweils gültigen Versicherungsbedingungen des Versicherers fest, und darauf sollte auch in der ausführlicheren Information hingewiesen werden – eine fertige Fassung davon bieten wir in der Mitarbeiterinfo-Vorlage. Einen Überblick über den gesamten Prozess – von der Bedarfsanalyse bis zum Start – gibt die Seite So funktioniert es.
Der erste Eindruck zählt auch beim Benefit: Wer in der ersten Woche erfährt, dass er geschützt ist, für den wird der Schutz Teil des Vertrauens ins Unternehmen – wer es erst ein halbes Jahr später zufällig erfährt, für den bleibt nur eine Zeile zwischen den Unterlagen. Der Einstiegstext ist eines der günstigsten HR-Werkzeuge überhaupt: Man schreibt ihn einmal, und er wirkt bei jedem neuen Kollegen.
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